Krapfenzeit
Die Tradition des Faschingskrapfens geht bis ins Mittelalter
zurück. Zur damaligen Zeit war es so, dass die besonders fettreichen Krapfen,
die damals noch andere Namen trugen, zur Vorbereitung auf die anstehende
Fastenzeit verspeist wurden. Aufgrund des hohen Fettgehaltes waren die Krapfen
deutlich nahrhafter als einfaches Brot, sodass man sich praktisch vor der
anstehenden Fastenzeit noch etwa Fett speichern konnte. Auch bei den Römern war
bereits ein ähnliches Gebäck bekannt, welches als „Globuli“ bezeichnet
wurde und meistens mit Marmelade oder auch mit Honig verfeinert wurde, nachdem
es in sehr heißes Fett getunkt wurde. Den namentlich traditionellen
Faschingskrapfen erfand schließlich eine Wienerin, Cäcillia Krapf, im 18.
Jahrhundert.
Ein Faschingskrapfen besteht in der Regel aus
bestimmten Zutaten, die auch von der Menge her einer genauen Dosierung
entsprechen. Zu den Zutaten zählen zunächst einmal Mehl, frische Hefe, Zucker,
Vanilleschote bzw. Vanillezucker, Salz, Butter, ganze Eier, Eigelb und
Vollmilch. Hinzu kommt dann noch eine Füllung, die meistens aus Marmelade
besteht. Bestreut wird der Krapfen dann noch mit Puderzucker oder mit
Zuckerguss garniert. Ausgebacken wird der Krapfen zuvor in Sonnenblumenöl oder
in Butter- bzw. Schweineschmalz. (Quelle: www.issgesund.at)
In Österreich kommt hinzu, dass die Krapfen zu den "codexgeschützten" Produkten gehört. Wir Konditoren garantieren mit unseren traditionellen Herstellungsverfahren, dass der Krapfen keine Verfälschung erfährt.
"Krapfen werden aus feinem Hefeteig hergestellt, der unter anderem mindestens 6 Eidotter (96 g) pro kg Mahl- und Schälprodukte enthält... Krapfen werden mit Marillenkonfitüre oder –fruchtfülle gefüllt. Krapfen mit anderen Füllungen werden entsprechend gekennzeichnet, z.B. "Erdbeerkrapfen" bei Füllung mit Erdbeerkonfitüre oder –fruchtfülle. "Vanillekrapfen" bei Füllung mit Vanillecreme. Die Füllung von Krapfen besteht aus mindestens 15 % Füllmasse bezogen auf das Fertiggewicht." (Quelle: Österreichisches Lebensmittelbuch - Codexkapitel B18)
Krems, 8. Jänner 2011 | | 
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